Schuhe und ihre Macharten: Die Kunst der Verbindung

Normalerweise besteht ein Schuh aus zwei wesentlichen Teilen: dem oberen Teil (Schaft) und dem Boden (Sohle). Diese werden nach unterschiedlichen Techniken, den sogenannten Macharten, miteinander verbunden. Das Grundprinzip des „Schuhbaus“ ist – mit wenigen Ausnahmen – bei fast allen Modellen gleich.


Schuhe und ihre unterschiedlichen Macharten

Der Schaft wird mit einer Schaftzange über den Leisten gespannt 👉 Schuhherstellung: wie Schuhe entstehen

Grundlagen: Wie ein Schuh entsteht

Bevor die Machart bestimmt wird, findet das „Zwicken“ statt: Der Schaft wird mit einer Schaftzange über den Leisten gespannt, geformt und mit der Brandsohle (der Innensohle) verbunden.

  • Qualitätsmerkmal: Bei hochwertigen Schuhen besteht die Brandsohle aus strapazierfähigem Leder; bei preiswerteren Modellen wird oft Pappe verwendet.
  • Verbindung: Je nach Anspruch wird diese Verbindung genäht (durchgenäht, rahmengenäht) oder bei Konfektionsschuhen häufig geklebt.

Übersicht der Macharten

Nach der Art und Weise, wie Schaft und Sohle miteinander verbunden werden, unterscheidet man Schuhe nach ihrer Machart Klicken Sie auf die weiterführenden Links, um tiefergehende Informationen zu den einzelnen handwerklichen Techniken zu erhalten.

Zwiegenähte Schuhe

Ein besonders robuster Schuhaufbau entsteht, wenn der Schaft mit zwei Nähten mit dem Boden verbunden wird. Zwiegenähte Schuhe sind am Sohlenschnitt erkennbar, da das Oberleder des Schaftes nach außen geschlagen wird. 
👉 Zwiegenähte Schuhe: robuste Meisterwerke 

Rahmengenähte Schuhe

Die rahmengenähten Schuhe haben ihren Namen durch die Verwendung eines Rahmens (ein umlaufender Lederstreifen) erhalten. Sie gelten als Inbegriff hochwertigen Schuhwerks, da sie handwerkliches Können und einen hohen Arbeitsaufwand erfordern. 
👉 Rahmengenähte Schuhe: Meisterstücke der Schuhmacherkunst 

Holzgenagelte Schuhe

Bei der holzgenagelten Machart werden Schaft, Brandsohle und Laufsohle durch zahlreiche kleine Holznägel miteinander verbunden. Dadurch erhält der Schuh eine erstklassige Stabilität, die sich positiv auf die Haltbarkeit und Formtreue auswirkt. 
👉 Holzgenagelte Schuhe - unverwüstliche Handwerkskunst

Sacchetto-Machart

Sacchetto (ital. für „Säckchen“) basiert auf dem Prinzip des Mokassins. Charakteristisch ist das fast nahtlose Innenfutter, das wie ein weicher Beutel mit dem Oberleder vernäht wird, was den Schuh extrem flexibel macht.
👉 Sacchhetto-Machart: Flexibiltät in Bestform 

California-Machart

Die California-Machart gilt als besonders leicht und bequem. Da diese Schuhe nicht über Leisten gefertigt werden, ähneln sie Mokassins. Typisch ist der Bezugsstreifen, der rings um die Unterseite des Schafts genäht ist.
👉 California Machart - Federleichte Flexibilität

Opanken

Opanken besitzen keine klassische Brandsohle. Sie werden oft aus einem Stück gearbeitet – vergleichbar mit dem Mokassin – und zeichnen sich durch ihre archaische, oft geflochtene Verbindung zum Boden aus. 👉 weiter lesen

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